Keine Autobahn durch den Nationalpark Donau Auen Keine EU-LKW-Transitschleuse durch Wien (Nordeuropa - Adria) Nein zur Lobauautobahn »S1« Der Nationalpark Donau Auen, welcher sich von der Wiener Lobau bis Hainburg erstreckt, darf nicht durch derart überdimensionierte Bauprojekte wie die geplante Wiener Nordostumfahrung gefährdet werden. Die Trassenvariante wurde bereits politisch entschieden, was jedoch keinerlei Rechtsgültigkeit hat. Die Wiener Lobau soll vom Knoten Schwechat her untertunnelt werden, ein zweiter Tunnel geht Richtung "Roter Hiasl" als Zubringer zur A22.
Die Wiener Nordostumfahrung wird für den Wiener Ballungsraum so gut wie keine Verkehrsentlastung ergeben, sondern das Gegenteil bewirken. Wie alle seriösen Fachleute bestätigen, ziehen neue Autobahnen, Schnellstraßen und deren Zubringer in hohem Maße zusätzlichen Verkehr an. Dieses Bauprojekt ist in erster Linie als EU-LKW-Transitschleuse zu sehen (TEN Nr. 25, Nordeuropa - Adria).
Die groß propagierte Entlastung der Südosttangente wird laut ASFINAG unter 5% bleiben.
Im Gesamten wird der Wiener innerstädtische Verkehr zunehmen. Die Auswirkungen eines Autobahnprojektes sind:
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Vorsätzliche Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung im speziellen durch Feinstaub, welcher vor allem durch die Transit-LKWs erzeugt werden würde
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Massive Zerstörung von wertvollem Auwald (z.B. auf Höhe Panozzalacke)
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Gefährdung des Grundwasserhaushaltes des gesamten Nationalparkes durch den Tunnelbau
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Umweltgefährdung durch Aufreißen von Ölaltlasten aus dem Zweiten Weltkrieg
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Steuergeldverschwendung: Kosten über 3 Milliarden €
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Enorme Erhöhung des Verkehrsaufkommens durch EU-Transitverkehr (Anbindung an "TEN" - Transeuropäisches Netz), sowie durch Individualverkehr (nicht gelöste Pendlerverkehrs Problematik). Siedlungsgebiete werden zersplittert, die Nahversorgung verschlechtert.
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Minderung der Lebensqualität der AnrainerInnen sowie Erholungssuchenden durch Lärm- und Schadstoffbelastung. Die schlechte Luft im Bereich Lobau (21. und 22. Bezirk sind von der Gemeinde Wien als Sanierungsgebiet deklariert worden) würde zusätzlich enorm belastet werden. Die behinderten Kinder im Reit- und Therapiezentrum Donaustadt würden mit vielen Tonnen Schadstoffen belastet und die Gemüsekammer Marchfeld von Autobahnen zerschnitten werden.
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Enorme Erhöhung der Schadstoffbelastungen vor allem durch CO 2 - Ausstoß, was das Ziel des Kyoto-Vertrags klar untergräbt.
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Bis zum geplanten Bauende 2012 ca. 150 000-250 000 m³ Erdbewegungen durch LKWs innerstädtisch
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Die von der Stadt Wien selbst in Auftrag gegebene Studie "SUPerNOW" nennt als Gegenvorschlag zum Autobahnbau folgende Notwendigkeiten:
Die Alternativen zum Autobahnbau sind:
- Ausbau des öffentlichen Verkehrs (Schnellbahnen, U-Bahnen, Straßenbahnen), Öffis effizienter, attraktiver und billiger machen
- Bau von lokalen Ortsumfahrungen
- Innerstädtische Verdichtung fördern (erzwungene zurückgelegte Autokilometer reduzieren)
- Verkehrsvermeidungsmaßnahmen
Zudem ist ein effektiver politischer Aktionsplan gegen den ungezügelten EU-LKW-Transit nötig (für LKW teilweise Nachtfahrverbote, Road Pricing, Kostenwahrheit publizieren, Subventionen senken, Ausbau von Schiene und Schifffahrt).
Die Planung der Lobau-Autobahn durch die Wiener SPÖ-Alleinregierung, sowie durch die Bundesregierung ist die Fortsetzung einer jahrzehntelangen falsch konzipierten Verkehrspolitik.
Als private Finanziers werden sich unter anderem die Raiffeisenbank und Bank Austria beteiligen und somit offen
bekunden, dass ihnen ökonomische Interessen wichtiger als die Gesundheit und Lebensqualität ihrer KundInnen sind.
Wie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einer Studie bestätigt worden ist, sterben in Österreich innerhalb
eines Jahres ca. 2.400 Menschen im direkten Zusammenhang mit dem Straßenverkehr durch dessen Schadstoff-Emissionen. Zehntausende
Menschen, vor allem Kinder, sind in Österreich durch diese Schadstoffe chronisch erkrankt.
Es besteht somit Gefahr im Verzug. Die zuständigen PolitikerInnen sind wegen ihrer Untätigkeit somit für das
Erkranken und Sterben von tausenden Menschen verantwortlich. Resistance for Peace prüft gerade rechtliche Schritte gegen die
österreichische Bundesregierung sowie gegen die EU und wird Klagen bei der Staatsanwaltschaft bzw. beim Europäischen Gerichtshof
für Menschenrechte einbringen.
Wir können auf keinen Fall hinnehmen, dass durch den Bau von Autobahnen durch das Nationalparkgebiet ein
äußerst sensibles unwiederbringliches Ökosystem zerstört wird. Zudem ist das internationale Ansehen des Nationalparks
gefährdet.
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